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Wer ist Herr Hashimoto? – wenn die Schilddrüse leidet

Herr Hashimoto war ein japanischer Arzt, der dieses Erkrankungsbild das erste Mal beschrieben hat, daher dieser ungewöhnliche Name. Es handelt sich hierbei um eine Autoimmunerkrankung, die u.a. die Schilddrüse schädigt. Unbehandelt geht nach und nach gesundes Schilddrüsengewebe zu Grunde.
Dies hat zur Folge, dass betroffene Patienten früher oder später lebenslang Schilddrüsenhormone einnehmen müssen. Denn wenn kein gesundes Gewebe mehr da ist, kann die Schilddrüse ihre Aufgabe der Hormonproduktion nicht mehr erfüllen.

Die Ursachen der Erkrankung sind noch relativ unklar. Da es ein autoimmunes Geschehen ist, sollte auf jeden Fall der Darm mit in die Therapie einbezogen werden, da ja große Teile unseres Immunsystems im Darm beheimatet sind. Weitere mögliche Faktoren sind: Glutenunverträglichkeit, familiäre Häufung, Jodüberversorgung oder Jodmangel, Stress oder virale Infektionen in der Vorgeschichte. Auch seelische Aspekte finden in der ganzheitlichen Behandlung Beachtung.

Die Diagnose erfolgt über Laborwerte aus dem Blut (TSH, fT3, fT4, Schilddrüsen-Antikörper) und einer Ultraschalluntersuchung der Schilddrüse. Wurde Morbus Hashimoto diagnostiziert, erfolgt seitens der Schulmedizin häufig erst ein Eingreifen durch die Gabe von Schilddrüsenhormonen, wenn die Gewebszerstörung fortgeschritten ist und der Körper nicht mehr ausreichend Schilddrüsenhormone herstellen kann.

Die Ganzheitsmedizin setzt hier früher an, um der Entzündung des Gewebes so gut es geht Einhalt zu gebieten. Die Naturheilkunde bietet verschiedene Ansätze, die individuell gewählt werden müssen. So denke ich bei meinen Patienten an den Zustand der Darmflora und der Darmschleimhaut, eventuelle Dysbalancen im Bereich der Geschlechtshormone (hier kann es eine Wechselwirkung mit der Schilddrüse geben) oder die Versorgung mit Vitalstoffen (z.B. Eisen, Selen, Vitamin A).

Sinnvoll kann im Einzelfall ebenso eine Entgiftungskur sein, denn die Schilddrüse kann mit Umweltschadstoffen belastet sein. Weitere Aspekte, wie eine Blockade durch in der Vorgeschichte eingenommene Hormonpräparate (Antibabypille) sollten bedacht werden.
Wichtig ist vor allem, so früh wie möglich eine Behandlung anzustreben, um das Fortschreiten der Erkrankung so gut es geht zu verlangsamen.