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Artikel


23.03.2020

Was jetzt Kraft geben kann

In bewegten Zeiten wie diesen ist es angesichts der täglichen Meldungen umso wichtiger, Dich auf Deine inneren Ressourcen zu besinnen. Wenn die Außenwelt laut und angsteinflößend ist, dann geh den Weg nach Innen.   Atme mehrmals täglich ganz bewusst ruhig ein und aus und stelle Dir vor, wie Du Dich fest, stabil und doch flexibel in der Erde verwurzelst. Welche Bäume halten den Stürmen am besten Stand? Die Flexiblen, Beweglichen, Geschmeidigen. Wenn Dich die Angst fest im Griff hat, dann geh bewusst in die Vorstellung hinein, vertrauensvoll und fest verwurzelt den stürmischen Zeiten zu begegnen. Alles geht vorbei.

Und auch wenn durch den Verzicht auf persönliche Begegnungen die Online-Welt hilfreich ist, klinke Dich auch hiervon ganz bewusst nach einer gewissen Zeit der Berichterstattung wieder aus.

Zeit für Rückzug

Es ist jetzt die Zeit still zu werden. Nicht dem Getöse von Außen zu folgen. Mach es Dir zuhause so schön wie möglich. Kümmere Dich um Dich und Deine nahen Angehörigen. Tauche nicht ab in die virtuelle Welt. Denn dadurch wärst Du doch wieder nicht da. Sei ganz bewusst hier.

Mich persönlich erinnert diese Zeit an meine Kindheit und Jugend, als es noch analog zuging. Wie schön! Plötzlich schaut man in den wunderbaren blauen Himmel und die Zeit scheint still zustehen. Bleibt noch bewusster am Gezwitscher der Vögel hängen und ist ganz da. Volle Präsenz. Vielleicht ist das ein Geschenk dieser Zeit. Innezuhalten. Auch wenn Unsicherheiten bestehen. Es gibt vielleicht für viele Menschen momentan gar nichts anderes zu tun als im Hier und Jetzt anzukommen. Sich selbst wieder spüren. Im Körper ankommen. Nicht immer geistig schon 10 Schritte weiter. Hier sein. Fühlen. Ankommen. Pause machen. Einander intensiver begegnen. Denn es fällt soviel Künstliches weg, keine Hektik (hinter der man sich auch nicht verstecken kann).

Was wäre, wenn wir uns alle in dieser Zeit auf uns selbst besinnen?
Auf das was wirklich trägt?
Auf die einzige echte Sicherheit, die wir haben?
Die Sicherheit, die in uns selbst liegt?

Menschen die uns im Leben begleiten, kommen und gehen. Das kann sehr schmerzhaft sein. Sicherheiten im Außen, sei es durch Arbeit, Begegnungen, Identifikationen tragen nur scheinbar.

Wer bin ich, wenn ich meinen Beruf nicht ausüben kann? Wer bin ich, wenn ich nicht konsumieren kann? Wer bin ich, wenn ich dadurch keine Leere in mir zudecken kann?

Ich bin zutiefst davon überzeugt, dass wir alle eine unerschöpfliche Kraftquelle in uns haben, die nie versiegt. Viele Menschen werden sich an Zeiten in ihrem Leben erinnern, die sehr schwer und schmerzhaft waren. Wenn man meint, den Schmerz nicht selbst tragen zu können. Und doch haben sie es bewältigt. Irgendeine Kraft im Inneren hat getragen. Und irgendwann kommt man wieder zu sich. Und ist zwar noch die selbe Person und doch ganz verwandelt.

Tiefe Wandlungsprozesse sind mit Schmerz und Druck verbunden, sonst geschieht kein inneres Wachstum, keine Weiterentwicklung. Wir Menschen sind ja bequeme Wesen. Wenn alles schön ist und wir so satt sind, stellen wir uns keine tieferen Fragen. Also nutzen wir den aktuellen Zeitgeist, um den inneren Raum zu öffnen und uns selbst zu begegnen.

  • Was will ich?
  • Was brauche ich (wirklich)?
  • Was kann ich für mich tun?
  • Was kann ich für andere tun?
  • Was ist überholt in meinem Leben?
  • Wo ist vielleicht weniger mehr?
  • Wie möchte ich der Welt und meinen Mitmenschen in Zukunft begegnen?
  • Was macht mich glücklich?
  • Wie kann ich andere glücklich machen?

 

Wir, diejenigen Glücklichen, die aktuell einfach zuhause sein dürfen, sind es doch auch den vielen wundervollen und fleißigen Mitmenschen, die in den Krankenhäusern, im Einzelhandel, in Apotheken, bei der Polizei, bei der Post und den Lieferdiensten extrem gefordert sind, schuldig uns diese Fragen zu stellen. Es gibt so viele Menschen, die jetzt erst gar nicht gefragt werden, sondern sich aufarbeiten müssen.

Also, was kann jeder Einzelne von uns im Hier und Jetzt und in Zukunft tun, um die Welt ein Stück besser zu machen?

Die Tür nach Innen steht uns immer offen. Bleibt gesund und nutzt die aktuelle Zeit.

Kategorie: Für die Seele